Ehrenamt im Tierheim
Meine wichtigste Tätigkeit ist das Spazierengehen mit den Hunden. Viele Tiere im Heim hatten kein leichtes Leben und sind am Anfang ängstlich oder unruhig. Wenn ich regelmäßig mit demselben Hund nach draußen gehe, wird er ruhiger und lernt, mir zu vertrauen. Das braucht oft Wochen, aber genau diese langsame Veränderung macht mir besonders Freude.
Neben den Spaziergängen helfe ich auch bei der Reinigung der Käfige und beim Füttern. Das ist nicht immer angenehm, aber es gehört dazu. Die festangestellten Mitarbeiterinnen erklären uns genau, wie viel Futter jedes Tier bekommt, denn manche Hunde und Katzen sind krank und brauchen eine besondere Ernährung. Ohne die Ehrenamtlichen könnte das kleine Team die viele Arbeit gar nicht schaffen.
Einmal im Monat gibt es ein Treffen, bei dem wir über Probleme sprechen und neue Freiwillige kennenlernen. Dort habe ich auch erfahren, dass man für die Mitarbeit kein Tierexperte sein muss. Wichtig sind vor allem Zuverlässigkeit und Geduld. Wer einmal pro Woche zwei Stunden Zeit hat, kann schon viel bewegen.
Natürlich ist es manchmal traurig, besonders wenn ein Tier lange niemand adoptieren möchte. Trotzdem überwiegt das schöne Gefühl, wenn ein Hund endlich ein gutes Zuhause findet. Ich empfehle jedem, der Tiere mag, sich einmal in einem Tierheim umzusehen. Man bekommt dort viel mehr zurück, als man gibt.